Raus aus dem Hamsterrad und einfach mal einen Gang zurückschalten

Bildnachweis: photopase.com / view7

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Es gab eigentlich niemanden, der unter der Hitzewelle der letzten Tage nicht zu leiden hatte, Tageshöchstwerte von 40°C waren da in vielen Büros keine Seltenheit! Kein Wunder also, dass es so mancher notgedrungen etwas langsamer angehen lassen musste. Das mag für den einen oder anderen Arbeitgeber vielleicht ein Ärgernis bedeuten, dem muss aber nicht so sein – ganz im Gegenteil! Oft kann es sogar produktivitätssteigernd wirken, mal einen Gang runterzuschalten und ein Päuschen einzulegen. Allzu oft wird Schnelligkeit nämlich mit Effizienz gleichgesetzt, ein fataler Fehler, wie ich finde. „Schnell“ heißt nämlich noch lange nicht „gut“! Viel wichtiger ist es doch, was hinten dabei rauskommt: Wenn ich 12 Stunden am Stück ohne Punkt und Komma maloche, ohne dabei zu pausieren, schwindet meine Konzentration zusehends und ich fange an, Fehler zu machen. Diese dann wieder auszumerzen, nimmt wiederum Zeit in Anspruch und so kann es schnell passieren, dass ich am Ende sogar deutlich mehr Zeit auf eine Aufgabe verwendet habe. Hier ein paar Vorschläge, die dabei helfen können, die eigene Arbeitskraft optimal zu nutzen:

Genügend Schlaf!
Das klingt jetzt vielleicht abgedroschen, ist aber in Zeiten von “Allnighter“, “Nightshifts” und steigender Wochenend-Arbeit aktueller denn je. Vor allem junge Manager meinen oft, ihren Vorgesetzten mit massig Überstunden und “Facetime” beeindrucken zu müssen. Oft schlagen sie sich dann ganze Nächte mit Powerpoint-Präsentationen und Excel-Tabellen um die Ohren und hoffen, so schnell die ersehnte Beförderung zu ergattern. Das ist aber oft ein Trugschluss! Denn ganz ehrlich, welcher Chef will einen ständig übermüdeten und kränkelnden Mitarbeiter jeden Morgen vor sich stehen haben? Dann doch lieber mal früh ins Bett!

Miteinander reden!
E-Mails sind unfassbar nützlich und haben unseren Arbeitsalltag revolutioniert. Eines können sie aber dennoch nicht ersetzen: persönlichen Kontakt. Jeder der schon einmal in einem Team gearbeitet hat weiß, wie wichtig menschliche Interaktion bei der Lösung von Aufgaben ist. Es mag zwar im ersten Moment oft praktischer erscheinen, jemanden schnell in Kopie zu setzen, um ihn über ein spezielles Projekt zu informieren, es kann hierbei allerdings schnell passieren, dass es zu Missverständnissen kommt, oder die Email in den unendlichen Weiten des Outlook-Kontos verschollen geht. Warum also nicht mal schnell beim Kollegen vorbei schauen, oder kurz bei ihm anrufen? Das ist oft nicht nur schneller, sondern sorgt auch gleich noch für ein positives Arbeitsklima!

Pausen einlegen!
Damit meine ich natürlich nicht Zeit totschlagen oder faulenzen. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, sich eine kurze „Auszeit“ zu gönnen und sich dann mit klarem Kopf wieder in die Arbeit zu stürzen. Vor allem bei zähen und langwierigen Projekten kann das wahre Wunder wirken. Diese Zeit muss aber keinesfalls „vergeudet“ sein, man kann zum Beispiel kurz zum Kollegen rübergehen und ein anderes Projekt besprechen, seine To-do-Liste aufräumen oder den kommenden Arbeitstag planen. Auf diese Weise hat man dann sowohl seine eigene Konzentrationsfähigkeit wieder erhöht, als auch (lästige) Planungsarbeiten erledigt – ganz nebenbei und ohne Anstrengung!

“Effizientes Arbeiten“ muss nicht gleichbedeutend mit zeitlichem “An‘s-Limit-gehen“ sein. Manchmal kommt es nur darauf an, seine mentalen und physischen Ressourcen gezielter einzusetzen und einfach mal einen Gang zurückzuschalten.

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