
In Studium gab es diese schöne Definition von Strategie: “Strategy means choice.” Ich glaube das war eines der wenigen Dinge, die jeder sofort behalten konnte. Das klingt ja auch eigentlich völlig banal, ist aber tatsächlich ein Satz von Tragweite. Denn Entscheidungen zu treffen ist für die meisten Menschen eine richtige Last. Und nun besagt ausgerechnet das Rockefeller Prinzip, dass man sich in 5 Minuten für die wichtigen Projekte bzw. Aufgaben des nächsten Tages entscheiden soll. Gerade, wenn dahinter richtig gewichtige Entscheidungen liegen oder sogar Risiken mit der Entscheidung verbunden sind, scheitern viele bereits an dieser Stelle.
Dabei ist Entscheidungen treffen eine richtig gute Sache. Ohne Entscheidungen bleiben wir zwar auf gewohnten Bahnen, werden aber nie die Möglichkeit haben, rauszufinden, was passiert wäre, wenn wir diese Bahnen verlassen hätten. Nur wer Türen zuschlagen kann, sorgt dafür, dass sich auch welche öffnen.
Gut – genug der Theorie. Hier geht es ja um Machen und daher habe ich mir überlegt, wie man die Fähigkeit, sich schnell zu entscheiden verbessern kann, damit man nicht ewig vor einen leeren Blatt (oder seinem magmag) sitzt, um die Top 5 für den nächsten Tag zu bestimmen:
1. Mit einfachen Dingen üben: Es gibt Leute, die müssen in einer Videothek alle DVD´s angeschaut, im Restaurant die ganze Karte gelesen haben oder noch besser kurz bis zum 31.12. warten, bis sie sich für die vermeintlich beste Silvester-Party entschieden haben. An solch einfachen Dingen kann man gut üben, sich schnell zu entscheiden und bewusst aus dem Bauch heraus etwas zu probieren.
2. Sich gezielt für die unangenehmen Dinge entscheiden: Man neigt oft dazu, die unangenehmen Dinge auf morgen zu verschieben, dann auf nächste Woche und irgendwann hat man keine Wahl mehr und wird zu einer Entscheidung gezwungen. Entscheiden kann man das dann allerdings nicht mehr nennen, man hat es ja nicht freiwillig getan.
3. Ein “NEIN” ist eine gute Entscheidung: Wer schon mal eine Firma aufgebaut hat oder im Vertrieb gearbeitet hat, kennt die tausend Ausreden, die kommen und die Vorwände, die aufgebracht werden, etwas nicht zu kaufen. Ähnlich ist es mit vielen anderen kleinen Dingen, für die wir uns entscheiden sollen: machen wir bei einem Verein mit, engagieren wir uns in der Lokalpolitik, sollen wir als Studentenvertreter kandidieren oder einfach nur die Einladung zur Party bei Freunden, obwohl man einfach mal ein entspanntes Wochenende haben wollte. Nein, nein, nein! Das ist ein herrlich befreiendes Gefühl, wenn man Spaß an Nein-Entscheidungen haben kann.
Also nur Mut zur Entscheidung!




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